Unsere diesjährige Vereinsreise führte uns am 3. Juni zu den Salzminen von Bex ins Waadtland. Wir machten einen fast zweistündigen Rundgang in den wiedereröffneten Grubengängen. Der unterirdische Minenzug führte uns 1.5 km in den Berg hinein, von wo uns die Tour-Führerin durch die Galerien und Geschichte des Salzabbaus führte:
Die ersten Salinen rund um das Salzbergwerk von Bex entstanden ab 1554. Heute ist die Saline Bex ein Standort der Schweizer Salinen und mitverantwortlich für die Salzversorgung der ganzen Schweiz.
Das in der Saline Bex hergestellte Salz stammt aus den Felsen des umliegenden Bergwerks. Wasser wird in das Gestein eingespritzt, wo es das vorhandene Salz nach und nach löst. Die so gewonnene Sole wird in die Saline gepumpt und verdampft. Dieser Prozess wurde im Laufe der Jahrhunderte verbessert und erlebte 1877 mit der Erfindung der Thermokompression in Bex einen bedeutenden Fortschritt. Das heute weltweit angewendete Verfahren speist die bei der Kompression freigesetzte Energie wieder in den Verdampfungsprozess ein. So werden fast 90 % der für die Salzgewinnung erforderlichen Energie eingespart. Ein Wasserkraftwerk liefert seit 1943 die Energie für die Salzgewinnung. Es wurde 2023 renoviert und liegt am Avançon, dem Fluss, der an die Saline grenzt.
[Quelle: saline.ch]
Nach diesem informativen und abenteuerlichen Rundgang (wir konnten auch eine Rutschbahn erstmals benutzen), wurde uns eine Degustation der verschiedenen Salzprodukte aus dem «Sel des Alpes» offeriert.
Nach einem stärkenden Mittagessen in der «Brasserie de la Mine» ging es weiter in den Walliser Hauptort Sitten/Sion. Eine schöne Altstadt erwartete uns, mit ihren mittelalterlichen Festungen und Bauten.
Nach diesem langen Tag, genossen wir die bequeme uns schöne Heimreise mit dem modernen Rubi-Car, zurück in den Kanton Bern.
Fränzi Anderegg